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Ladedruck

Der Überdruck, den der Turbolader oder Kompressor im Ansaugtrakt aufbaut — über dem atmosphärischen Umgebungsdruck.

Beim Saugmotor herrscht im Saugrohr nahezu atmosphärischer Druck (1 bar). Bei aufgeladenen Motoren (Turbo/Kompressor) wird die angesaugte Luft auf 0,3-2,5 bar Überdruck verdichtet — das ist der „Ladedruck". Höherer Ladedruck = mehr Sauerstoff im Zylinder = mehr Leistung.

Der Ladedruck wird über das **Wastegate** (Turbo) oder ein **Bypass-Ventil** (Kompressor) geregelt. Sensorisch erfasst durch den MAP-Sensor im Ansaugkrümmer. Das Steuergerät prüft kontinuierlich, ob der gemessene Wert dem berechneten entspricht.

Häufige Codes: P0299 (Ladedruck zu niedrig — meist Wastegate, undichte Schläuche, Ladeluftkühler-Leck), P0234 (Ladedruck zu hoch — defektes Wastegate, Software-Manipulation). Bei P0299 immer als Erstes die Ladeluftschläuche und den Ladeluftkühler auf Risse und Undichtigkeiten prüfen.

Auch bekannt als

  • Boost Pressure

Beispiele

  • Ein gerissener Ladeluftschlauch ist die häufigste Ursache für Leistungsverlust beim Beschleunigen.
  • Software-Tuning erhöht den Ladedruck oft auf 2,2 bar — der Turbo ist dann am thermischen Limit.

Verwandte Begriffe