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Fehlercode P0237 — Renault

Der Fehlercode P0237 bei Renault-Fahrzeugen weist auf ein zu niedriges Signal im Stromkreis des Ladedrucksensors A hin. Dies bedeutet, dass das Motorsteuergerät (ECU) eine Spannung vom Sensor empfängt, die unterhalb des erwarteten Bereichs liegt. Infolgedessen kann die Motorleistung beeinträchtigt und der Kraftstoffverbrauch erhöht sein.

Häufigste Ursache: Defekter Ladedrucksensor (MAP/Boost Sensor).

Lösung: oft selbst behebbar · Reparaturkosten ca. 60–450 € · Dauer ca. 45–240 Min.

Aktualisiert am 29. Mai 2026 · Von Felix Wilhelm · Geprüft von Dr. Michael Berger, Senior Kfz-Techniker & Sachverständiger · Zuletzt fachlich überprüft: 29. Mai 2026
Auto – Symbolbild zur Diagnose und Reparatur bei Fehlercode P0237 (Renault)
Schwierigkeit
Mittel
Reparaturzeit
45–240 Min
DIY möglich?
Ja, mit Vorsicht
Kosten
60–450 €

Was bedeutet Fehlercode P0237?

Der Ladedrucksensor, oft auch als MAP-Sensor (Manifold Absolute Pressure) oder Boost-Sensor bezeichnet, misst den absoluten Druck im Ansaugkrümmer oder direkt im Ladeluftsystem. Diese Information ist entscheidend für das Motorsteuergerät (ECU), um die richtige Kraftstoffmenge und den Zündzeitpunkt zu berechnen und den Ladedruck des Turboladers zu regeln. Wenn der Fehlercode P0237 auftritt, meldet der Sensor eine ungewöhnlich niedrige Spannung, was als nicht plausibler Ladedruckwert interpretiert wird. Dies führt oft dazu, dass das Fahrzeug in einen Notlaufmodus (Limp Mode) geht, die Motorleistung reduziert wird und die Motorkontrollleuchte aufleuchtet. Mögliche Ursachen reichen von einem defekten Sensor selbst über Probleme im Kabelbaum bis hin zu einer fehlerhaften Spannungsversorgung oder – seltener – einem defekten Motorsteuergerät.

Häufigste Ursachen

Sortiert nach Wahrscheinlichkeit — die häufigste Ursache zuerst.

  1. 50%

    Defekter Ladedrucksensor (MAP/Boost Sensor)

    Der Sensor selbst kann interne Defekte aufweisen, die eine zu niedrige Spannung an das Motorsteuergerät senden.

  2. 30%

    Beschädigter Kabelbaum oder lose/korrodierte Steckverbindungen

    Scheuerstellen, Brüche im Kabelbaum oder schlechte elektrische Kontakte an den Steckern können den Stromfluss stören und zu einem zu niedrigen Signal führen.

  3. 10%

    Kurzschluss im Stromkreis des Ladedrucksensors A

    Ein Kurzschluss gegen Masse im Sensorkabelbaum würde ebenfalls eine zu niedrige oder gar keine Spannung am ECU verursachen.

  4. 5%

    Problem mit der Spannungsversorgung des Sensors

    Wenn der Sensor nicht die korrekte Referenzspannung (meist 5V) vom ECU erhält, kann er kein korrektes Signal liefern.

  5. 3%

    Verstopfter oder undichter Ansaugkrümmer/Ladeluftschlauch

    Obwohl weniger direkt, kann ein starker Verlust von Ladedruck aufgrund von Undichtigkeiten oder Blockaden dazu führen, dass der Sensor einen konstant niedrigen Wert meldet, der außerhalb des erwarteten Bereichs liegt.

  6. 2%

    Defektes Motorsteuergerät (ECU)

    In seltenen Fällen kann eine Fehlfunktion im ECU die Ursache sein, entweder durch eine fehlerhafte Signalverarbeitung oder durch eine unzureichende Spannungsversorgung des Sensors.

Schritt-für-Schritt-Lösung

  1. 1

    Fehlerspeicher auslesen und Diagnosewerte prüfen

    Verwenden Sie einen OBD-II-Scanner, um den Fehlercode zu bestätigen und eventuell vorhandene Standbilddaten (Freeze Frame Data) zu überprüfen. Achten Sie auf die gemessenen Ladedruckwerte im Vergleich zu den erwarteten Werten bei verschiedenen Motorzuständen.

  2. 2

    Sichtprüfung des Sensors und Kabelbaums

    Lokalisieren Sie den Ladedrucksensor (oft in der Nähe des Ansaugkrümmers oder im Ladeluftschlauch) und prüfen Sie ihn sowie den zugehörigen Kabelbaum auf offensichtliche Beschädigungen, Scheuerstellen, Korrosion an den Steckern oder lose Verbindungen. Reinigen Sie bei Bedarf die Stecker mit Kontaktspray.

  3. 3

    Spannungs- und Widerstandsmessung

    Messen Sie mit einem Multimeter die Versorgungsspannung (oft 5V) am Stecker des Sensors. Prüfen Sie auch die Signalspannung, die der Sensor bei laufendem Motor (und gegebenenfalls abgezogenem Vakuumschlauch) liefert, um Plausibilität und Funktion zu bewerten. Bei manchen Sensoren kann auch der Widerstand gemessen werden.

  4. 4

    Ladedrucksensor reinigen oder austauschen

    Ist der Sensor stark verschmutzt, versuchen Sie, ihn vorsichtig mit speziellem Sensorreiniger zu säubern. Falls die Messungen einen Defekt am Sensor bestätigen oder der Sensor nach der Reinigung immer noch fehlerhafte Werte liefert, tauschen Sie ihn gegen ein neues, passendes Ersatzteil aus.

  5. 5

    Kabelbaum reparieren

    Sollten Beschädigungen oder Kurzschlüsse im Kabelbaum festgestellt werden, reparieren Sie die betroffenen Leitungen fachgerecht oder tauschen Sie den entsprechenden Abschnitt des Kabelbaums aus. Achten Sie auf gute Isolation und feste Verbindungen.

  6. 6

    Fehlercode löschen und Probefahrt durchführen

    Nach den Reparaturmaßnahmen löschen Sie den Fehlercode mit dem OBD-II-Scanner. Führen Sie eine ausgiebige Probefahrt durch, um sicherzustellen, dass der Fehler nicht erneut auftritt und die Motorleistung wieder normal ist.

Wann zur Werkstatt / zum Techniker?

Sollten Sie nach der Prüfung und dem Austausch des Ladedrucksensors immer noch keine Besserung feststellen oder die Diagnosewerte weiterhin unplausibel sein, ist der Gang in eine Fachwerkstatt ratsam. Insbesondere bei komplexen Verkabelungsproblemen oder einem Verdacht auf ein defektes Motorsteuergerät sind Spezialkenntnisse und -werkzeuge erforderlich.

Betroffene Modelle

ModellBaujahreHäufigkeit
Renault Clio (verschiedene Generationen mit Turbomotoren)2005-heutegelegentlich
Renault Mégane (verschiedene Generationen mit Turbomotoren)2002-heutegelegentlich
Renault Scenic (verschiedene Generationen mit Turbomotoren)2003-heutegelegentlich
Renault Captur (mit TCe-Motoren)2013-heuteselten
Renault Trafic (mit dCi-Motoren)2001-heutegelegentlich

Ersatzteile & Kosten

TeilPreisspanneHinweis
Ladedrucksensor (MAP/Boost Sensor)40–180 €Achten Sie auf OEM-Qualität oder Markenhersteller wie Bosch, Hella.
Kabelbaumreparaturmaterial10–50 €Je nach Umfang der Beschädigung (Kabel, Steckergehäuse).

Benötigtes Werkzeug

  • OBD-II-Scanner
  • Multimeter
  • Steckschlüsselsatz
  • Torx-Schlüsselsatz
  • Kontaktspray
  • Kabelbinder oder Isolierband (bei Kabelreparatur)

So vermeiden Sie P0237 künftig

  • Regelmäßige Wartung: Halten Sie sich an die Wartungsintervalle Ihres Fahrzeugs und lassen Sie alle Komponenten regelmäßig prüfen.
  • Sorgfältiger Umgang mit Kabeln: Vermeiden Sie das Quetschen oder starke Biegen von Kabelbäumen bei anderen Arbeiten am Motor.
  • Sauberkeit im Motorraum: Eine regelmäßige Reinigung des Motorraums kann dazu beitragen, Korrosion an Steckverbindungen vorzubeugen.

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Häufige Fragen zu P0237

Kann ich mit dem Fehler P0237 noch weiterfahren?

Kurzstreckenfahrten sind meist möglich, aber nicht empfohlen. Der Motor kann in den Notlauf gehen, was zu stark reduzierter Leistung führt. Langfristiges Weiterfahren kann andere Komponenten wie den Katalysator durch falsche Gemischbildung schädigen.

Was sind die häufigsten Symptome für P0237?

Typische Symptome sind das Aufleuchten der Motorkontrollleuchte, ein spürbarer Leistungsverlust (weniger Beschleunigung, geringere Höchstgeschwindigkeit), möglicherweise erhöhter Kraftstoffverbrauch und ein unrunder Motorlauf.

Die Kosten für den Austausch des Ladedrucksensors in einer Werkstatt liegen in der Regel zwischen 150 und 450 Euro, abhängig vom Fahrzeugmodell und dem Stundensatz der Werkstatt. Der Sensor selbst kostet etwa 40 bis 180 Euro, der Rest sind Arbeitskosten.

Gibt es weitere Fehlercodes, die oft zusammen mit P0237 auftreten?

Ja, es können weitere Codes auftreten, die auf Ladedruckprobleme hinweisen, wie P0234 (Ladedruck zu hoch) oder P0236 (Ladedrucksensor 'A' Bereich/Leistungsproblem), obwohl P0237 spezifisch 'zu niedrig' bedeutet. Auch allgemeine Leistungscodes sind möglich.