Heizkurve
Mathematische Kurve, nach der die Heizung die Vorlauftemperatur in Abhängigkeit von der Außentemperatur einstellt.
Die Heizkurve regelt witterungsgeführt den Energieeinsatz der Heizung. Sie ist im Grunde eine Funktion: Außentemperatur → Vorlauftemperatur. Bei -10 °C draußen z.B. 65 °C Vorlauf, bei +10 °C draußen 40 °C Vorlauf. Dazwischen interpoliert die Heizung.
Die Steilheit der Kurve hängt vom Gebäude ab: schlecht gedämmte Altbauten brauchen steile Kurven (1,4-1,8), gut gedämmte Neubauten flache (0,4-0,8). Eine zu steile Kurve heißt: Räume werden zu warm, Heizkosten zu hoch. Eine zu flache: Räume bleiben kalt.
Bei der Heizkurveneinstellung gilt: lieber **niedrig anfangen** und schrittweise erhöhen, bis es überall warm wird. Dann hat man das energetische Minimum gefunden. Bei modernen Brennwertgeräten ist eine flache Heizkurve mit niedrigem VL essentiell für die Kondensationsnutzung.
Auch bekannt als
- Heizungskennlinie
Beispiele
- Wer im Spätherbst seine Heizkurve um 0,2 reduziert und alle Räume bleiben warm, spart 5-10 % Energie.
- Bei Wärmepumpen ist eine möglichst flache Heizkurve mit max. 45 °C VL entscheidend für die Effizienz.