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Fehlercode P0237 — Mitsubishi

Der Fehlercode P0237 bei Mitsubishi Fahrzeugen weist auf ein zu niedriges Signal vom Ladedrucksensor A (Manifold Absolute Pressure/MAP oder Boost Pressure Sensor) hin. Dies bedeutet, dass das Motorsteuergerät (ECU) einen Wert empfängt, der unter dem erwarteten Normalbereich liegt, was die Motorleistung beeinträchtigen kann und zur Motorkontrollleuchte führt.

Häufigste Ursache: Defekter Ladedrucksensor (MAP/Boost Sensor).

Lösung: oft selbst behebbar · Reparaturkosten ca. 50–300 € · Dauer ca. 30–120 Min.

Aktualisiert am 29. Mai 2026 · Von Felix Wilhelm · Geprüft von Dr. Michael Berger, Senior Kfz-Techniker & Sachverständiger · Zuletzt fachlich überprüft: 29. Mai 2026
Auto – Symbolbild zur Diagnose und Reparatur bei Fehlercode P0237 (Mitsubishi)
Schwierigkeit
Mittel
Reparaturzeit
30–120 Min
DIY möglich?
Ja, mit Vorsicht
Kosten
50–300 €

Was bedeutet Fehlercode P0237?

Der Fehlercode P0237 bei Mitsubishi-Fahrzeugen kennzeichnet ein Problem mit dem Ladedrucksensor A. Dieser Sensor ist entscheidend für die Messung des Drucks im Ansaugkrümmer bzw. des Ladedrucks, der vom Turbolader oder Kompressor erzeugt wird. Ein "zu niedriges Signal" bedeutet, dass der vom Sensor an das Motorsteuergerät (ECU) übermittelte Spannungswert unter einem vordefinierten Minimum liegt. Dies kann dazu führen, dass die ECU falsche Daten für die Kraftstoffeinspritzung und Zündung verwendet, was die Motorleistung drastisch reduzieren kann. Häufige Symptome sind ein Leistungsverlust, unruhiger Motorlauf, schlechte Beschleunigung oder das Umschalten des Fahrzeugs in ein Notlaufprogramm (Limp Mode). Technisch gesehen deutet ein zu niedriges Signal oft auf einen Kurzschluss zur Masse im Sensorkreis, eine Unterbrechung der Stromversorgung oder eine Fehlfunktion des Sensors selbst hin. Das System erkennt den unplausiblen Wert und setzt den Fehlercode P0237, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

Häufigste Ursachen

Sortiert nach Wahrscheinlichkeit — die häufigste Ursache zuerst.

  1. 40%

    Defekter Ladedrucksensor (MAP/Boost Sensor)

    Der Sensor liefert falsche Werte oder ist intern defekt, was zu einem ständig niedrigen Signal führt.

  2. 25%

    Kurzschluss im Kabelbaum zur Masse

    Eine Beschädigung des Kabelbaums führt dazu, dass das Sensorsignal gegen Masse kurzgeschlossen wird und somit ein zu niedriges Signal an das ECU gesendet wird.

  3. 15%

    Unterbrechung im Kabelbaum

    Eine Unterbrechung in der Stromversorgung (5V Referenzspannung) oder der Signalleitung zum Ladedrucksensor verhindert die korrekte Übertragung des Signals.

  4. 10%

    Korrosion oder lose elektrische Verbindungen

    Schlechte elektrische Kontakte am Sensorstecker oder im Kabelbaum führen zu einem instabilen oder zu niedrigen Signalfluss.

  5. 5%

    Problem mit der Referenzspannung

    Das Motorsteuergerät liefert keine oder eine zu geringe 5V-Referenzspannung an den Ladedrucksensor.

  6. 5%

    Fehlerhaftes Motorsteuergerät (ECU)

    Obwohl selten, kann ein defektes ECU falsche Sensorwerte interpretieren, verarbeiten oder die Spannung nicht korrekt bereitstellen.

Schritt-für-Schritt-Lösung

  1. 1

    Fehlercodes auslesen und löschen

    Verwenden Sie einen OBD-II-Scanner, um den P0237-Code zu bestätigen und zu prüfen, ob weitere Fehlercodes vorliegen, die auf eine gemeinsame Ursache hindeuten könnten. Löschen Sie die Codes nach der Diagnose und führen Sie eine Probefahrt durch, um zu sehen, ob der Fehler erneut auftritt.

  2. 2

    Sichtprüfung von Sensor und Kabelbaum

    Überprüfen Sie den Ladedrucksensor und die umliegende Verkabelung sorgfältig auf sichtbare Schäden, wie Risse, Scheuerstellen, Brüche oder Korrosion. Achten Sie auch auf den Zustand des Sensorsteckers – er sollte fest sitzen und keine verbogenen Pins aufweisen.

  3. 3

    Spannungsversorgung und Masseverbindung prüfen

    Messen Sie mit einem Multimeter die Referenzspannung (üblicherweise 5V) und die Masseverbindung am Sensorstecker. Stellen Sie sicher, dass beide Werte im vom Hersteller vorgegebenen Bereich liegen. Eine fehlende oder zu niedrige Spannung kann die Ursache sein.

  4. 4

    Ladedrucksensor testen und ggf. ersetzen

    Ist die Verkabelung intakt und die Spannungsversorgung korrekt, liegt der Fehler wahrscheinlich beim Ladedrucksensor selbst. Während viele Sensoren nicht direkt auf Funktion getestet werden können, ist ein Austausch des Sensors oft der nächste logische Schritt. Achten Sie auf ein Qualitätsteil vom Erstausrüster.

  5. 5

    Durchgangsprüfung der Signalleitung

    Falls der Fehler weiterhin besteht, prüfen Sie mit dem Multimeter den Durchgang der Signalleitung zwischen dem Sensorstecker und dem entsprechenden Pin am Motorsteuergerät (ECU), um eine Unterbrechung auszuschließen.

  6. 6

    Professionelle Diagnose bei hartnäckigen Problemen

    Wenn alle vorherigen Schritte das Problem nicht beheben, könnte eine tiefere elektrische Diagnose oder eine Prüfung des Motorsteuergeräts durch eine Fachwerkstatt erforderlich sein. Spezialwerkzeuge und tiefgreifendes Wissen sind hier oft unerlässlich.

Wann zur Werkstatt / zum Techniker?

Sollten die oben genannten DIY-Schritte das Problem nicht beheben oder wenn Sie sich bei der Diagnose von komplexen elektrischen Systemen unsicher fühlen, ist der Besuch einer Fachwerkstatt ratsam. Eine professionelle Diagnose kann tiefergehende elektrische Probleme oder einen Defekt des Motorsteuergeräts identifizieren und beheben, die spezielle Testgeräte erfordern.

Betroffene Modelle

ModellBaujahreHäufigkeit
Mitsubishi Outlander (2.2 DI-D)2007-2020häufig
Mitsubishi ASX (1.8 DI-D, 2.2 DI-D)2010-2020gelegentlich
Mitsubishi Lancer (Ralliart/Evolution)2008-2017gelegentlich
Mitsubishi Pajero/Montero (3.2 DI-D)2007-2018gelegentlich
Mitsubishi Eclipse Cross (1.5 Turbo, 2.2 DI-D)2017-heuteselten

Ersatzteile & Kosten

TeilPreisspanneHinweis
Ladedrucksensor (MAP/Boost Sensor)50–200 €Originalteil oder hochwertiges Ersatzteil von namhaften Herstellern (z.B. Bosch, Denso) empfohlen.
Kabelreparatursatz10–50 €Falls der Kabelbaum beschädigt ist und repariert werden muss.

Benötigtes Werkzeug

  • OBD-II-Scanner
  • Multimeter
  • Schraubendreher-Set
  • Ratschen-Set
  • Kabelbinder (falls Reparaturen notwendig sind)

So vermeiden Sie P0237 künftig

  • Führen Sie regelmäßige Wartungsarbeiten durch und achten Sie auf die Sichtprüfung von Motorkomponenten und Kabelbäumen, insbesondere bei Fahrzeugen mit Turbolader.
  • Achten Sie bei allen Arbeiten im Motorraum darauf, Kabel und Stecker nicht zu beschädigen oder zu lösen.
  • Verwenden Sie bei einem notwendigen Austausch stets hochwertige Ersatzteile, um die Zuverlässigkeit und Lebensdauer zu gewährleisten.

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Häufige Fragen zu P0237

Kann ich mit dem Fehlercode P0237 noch fahren?

Es wird nicht empfohlen, mit einem aktiven P0237-Fehlercode länger zu fahren. Der Motor kann im Notlaufprogramm sein, was zu starker Leistungseinschränkung führt und langfristig andere Motorkomponenten durch falsche Gemischbildung schädigen kann. Lassen Sie den Fehler umgehend beheben.

Was sind die typischen Symptome von P0237?

Häufige Symptome sind eine verminderte Motorleistung und -beschleunigung, das Aufleuchten der Motorkontrollleuchte (MIL), ein unruhiger Motorlauf und eventuell ein erhöhter Kraftstoffverbrauch. In einigen Fällen kann das Fahrzeug auch in den Notlauf schalten.

Wo finde ich den Ladedrucksensor in meinem Mitsubishi?

Der Ladedrucksensor (MAP/Boost Sensor) befindet sich üblicherweise am Ansaugkrümmer oder in einem der Ladeluftrohre nach dem Turbolader. Der genaue Ort kann je nach Mitsubishi-Modell und Motor variieren; ein Blick in das Werkstatthandbuch Ihres spezifischen Fahrzeugs ist sehr hilfreich.

Wie hoch sind die Kosten für die Reparatur in einer Werkstatt?

Die Kosten können je nach Werkstatt und der genauen Ursache stark variieren. Für den Austausch des Ladedrucksensors mit Diagnose können Sie mit Kosten zwischen 150 und 400 Euro rechnen. Sollten komplexere Probleme wie ein Kabelbaumdefekt oder gar ein ECU-Fehler vorliegen, können die Kosten deutlich höher ausfallen.