fehlercode-suche.de

Fehlercode GRUB RESCUE — Linux

Der GRUB-Bootloader (GRand Unified Bootloader) ist dafür verantwortlich, das Betriebssystem beim Start auszuwählen und zu laden. Wenn der GRUB-Bootloader fehlt oder beschädigt ist, kann das System nicht mehr booten und zeigt die GRUB RESCUE-Eingabeaufforderung an. Dies deutet auf ein Problem mit der Boot-Konfiguration oder den Boot-Dateien hin.

Häufigste Ursache: Beschädigte oder fehlende GRUB-Konfigurationsdatei (grub.cfg).

Lösung: oft selbst behebbar.

Aktualisiert am 27. Mai 2026 · Von Felix Wilhelm · Geprüft von Felix Wilhelm, Editorial Lead & Founder · Zuletzt fachlich überprüft: 24. Mai 2026
Software & Betriebssysteme – Symbolbild zur Diagnose und Reparatur bei Fehlercode GRUB RESCUE (Linux)
Schwierigkeit
Schwierig
Reparaturzeit
DIY möglich?
Ja, mit Vorsicht
Kosten

Linux GRUB Rescue

Bedeutung: GRUB-Bootloader kann Kernel nicht finden.

Lösung

  1. Live-USB booten
  2. Boot-Reparatur-Tool starten
  3. GRUB neu installieren von Live-System
  4. UEFI-Boot-Order prüfen

Häufigste Ursachen

Sortiert nach Wahrscheinlichkeit — die häufigste Ursache zuerst.

  1. 1

    Beschädigte oder fehlende GRUB-Konfigurationsdatei (grub.cfg)

    Beschädigte oder fehlende GRUB-Konfigurationsdatei (grub.cfg)

  2. 2

    Überschreiben des MBR (Master Boot Record) durch eine andere Installation oder ein anderes Betriebssystem

    Überschreiben des MBR (Master Boot Record) durch eine andere Installation oder ein anderes Betriebssystem

  3. 3

    Festplattenfehler oder Dateisystembeschädigung, die den Zugriff auf die GRUB-Dateien verhindert

    Festplattenfehler oder Dateisystembeschädigung, die den Zugriff auf die GRUB-Dateien verhindert

  4. 4

    Fehlerhafte Installation von GRUB während einer Betriebssysteminstallation oder eines Updates

    Fehlerhafte Installation von GRUB während einer Betriebssysteminstallation oder eines Updates

  5. 5

    Versehentliches Löschen von GRUB-Dateien

    Versehentliches Löschen von GRUB-Dateien

Schritt-für-Schritt-Lösung

  1. 1

    **Lösung 1 (detailliert):** Booten Sie von einem Live-Medium (z.B. USB-Stick oder DVD) mit einer Linux-Distribution. Identifizieren Sie die Partition, auf der Ihr Betriebssystem installiert ist (z.B. mit `fdisk -l`). Mounten Sie diese Partition (`mount /dev/sdaX /mnt`, wobei X die Partitionsnummer ist). Mounten Sie auch die Boot-Partition, falls vorhanden (`mount /dev/sdaY /mnt/boot`). Chrooten Sie in das System (`chroot /mnt`). Installieren Sie GRUB neu (`grub-install /dev/sda`, wobei sda die Festplatte ist). Aktualisieren Sie die GRUB-Konfiguration (`update-grub`). Starten Sie das System neu.

    **Lösung 1 (detailliert):** Booten Sie von einem Live-Medium (z.B. USB-Stick oder DVD) mit einer Linux-Distribution. Identifizieren Sie die Partition, auf der Ihr Betriebssystem installiert ist (z.B. mit `fdisk -l`). Mounten Sie diese Partition (`mount /dev/sdaX /mnt`, wobei X die Partitionsnummer ist). Mounten Sie auch die Boot-Partition, falls vorhanden (`mount /dev/sdaY /mnt/boot`). Chrooten Sie in das System (`chroot /mnt`). Installieren Sie GRUB neu (`grub-install /dev/sda`, wobei sda die Festplatte ist). Aktualisieren Sie die GRUB-Konfiguration (`update-grub`). Starten Sie das System neu.

  2. 2

    **Lösung 2 (detailliert):** Verwenden Sie ein Boot-Repair-Tool wie Boot-Repair-Disk. Dieses Tool automatisiert viele Schritte der GRUB-Reparatur und kann oft komplexe Probleme lösen. Laden Sie das ISO-Image herunter, erstellen Sie einen bootfähigen USB-Stick oder eine DVD und starten Sie den Computer von diesem Medium. Folgen Sie den Anweisungen des Boot-Repair-Tools.

    **Lösung 2 (detailliert):** Verwenden Sie ein Boot-Repair-Tool wie Boot-Repair-Disk. Dieses Tool automatisiert viele Schritte der GRUB-Reparatur und kann oft komplexe Probleme lösen. Laden Sie das ISO-Image herunter, erstellen Sie einen bootfähigen USB-Stick oder eine DVD und starten Sie den Computer von diesem Medium. Folgen Sie den Anweisungen des Boot-Repair-Tools.

  3. 3

    Lösung 3: Überprüfen Sie die Festplatte auf Fehler mit Tools wie `fsck` (Dateisystemcheck). Beschädigte Dateisysteme können GRUB-Probleme verursachen. Führen Sie `fsck /dev/sdaX` (wobei X die Partitionsnummer ist) aus, um das Dateisystem zu reparieren.

    Lösung 3: Überprüfen Sie die Festplatte auf Fehler mit Tools wie `fsck` (Dateisystemcheck). Beschädigte Dateisysteme können GRUB-Probleme verursachen. Führen Sie `fsck /dev/sdaX` (wobei X die Partitionsnummer ist) aus, um das Dateisystem zu reparieren.

Wann zur Werkstatt / zum Techniker?

Wenn Sie sich mit der Linux-Befehlszeile nicht auskennen oder die oben genannten Schritte nicht erfolgreich sind, ist es ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen, um Datenverlust zu vermeiden.

Betroffene Modelle

ModellBaujahreHäufigkeit
Alle Linux-DistributionenAlle Linux-DistributionenAlle Linux-Distributionen

Benötigtes Werkzeug

  • Bootfähiger USB-Stick oder DVD mit Linux-Distribution oder Boot-Repair-Disk

So vermeiden Sie GRUB RESCUE künftig

  • Erstellen Sie regelmäßig Backups Ihrer wichtigen Daten.
  • Seien Sie vorsichtig beim Installieren oder Deinstallieren von Betriebssystemen, um den MBR nicht zu überschreiben.
  • Vermeiden Sie das versehentliche Löschen von Systemdateien.

Ähnliche Fehlercodes

Andere Linux-Codes

Weitere Software & Betriebssysteme-Codes

Häufige Fragen zu GRUB RESCUE

Was ist Linux Grub Rescue?

Grub Rescue-Prompt bei Linux-Boot: GRUB-Bootloader hat seine Konfiguration verloren. Häufig nach Windows-Update (überschreibt MBR), Festplatten-Defekt oder GRUB-Fehlkonfiguration.

Recovery.

Im Grub-Rescue-Prompt: ls — Partitionen auflisten. set prefix=(hd0,X)/boot/grub. set root=(hd0,X). insmod normal. normal. Boot startet, dann sudo update-grub im OS.