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Anleitung · Auto

Lichtmaschine defekt: Symptome, Test und Reparaturkosten

Leuchtet die rote Batterie-Lampe während der Fahrt, ist meist die Lichtmaschine schuld — nicht die Batterie. Wer das verwechselt, kauft die falsche Ersatzteil. Hier erfährst du, wie du in 5 Minuten mit einem Multimeter den Übeltäter findest.

Von Dr. Michael Berger, Senior Kfz-Techniker & Sachverständiger

Lichtmaschine oder Batterie? Der schnelle Test

Beide verursachen ähnliche Symptome, aber der Test ist eindeutig. Mit einem Multimeter an den Batteriepolen messen:

  • Motor aus: 12,4-12,7 V = Batterie voll
  • Motor läuft (Leerlauf): 13,8-14,4 V = Lichtmaschine lädt korrekt
  • Unter 13,5 V bei laufendem Motor: Lichtmaschine lädt zu schwach
  • Über 14,8 V: Regler defekt (Überladung — schädigt die Batterie)

Typische Symptome

  • Rote Batterie-Warnleuchte während der Fahrt
  • Schwächer werdende Scheinwerfer, flackernde Beleuchtung
  • Schwacher Anlasser, Startprobleme nach kurzer Standzeit
  • Pfeifende oder schleifende Geräusche (Freilauf der Riemenscheibe oder Lager)
  • Codes wie P0562 (Bordspannung zu niedrig)

Was an der Lichtmaschine kaputtgeht

Am häufigsten ist der Spannungsregler mit Kohlebürsten verschlissen — ein 20-60-€-Teil, das sich bei vielen Lichtmaschinen einzeln tauschen lässt, ohne die ganze Maschine zu erneuern. Danach kommen Lager (Pfeifen) und die Diodenplatte (Gleichrichter). Oft lohnt der Regler-Tausch, bevor man eine komplette Maschine kauft.

ReparaturKosten
Spannungsregler / Kohlebürsten20-60 €
Freilauf-Riemenscheibe30-90 €
Lichtmaschine Austauschteil120-400 €
Werkstatt komplett250-650 €

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