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Anleitung · Auto

Keilrippenriemen wechseln: Quietschen, Verschleiß und Kosten

Der Keilrippenriemen (Aggregateriemen) treibt Lichtmaschine, Wasserpumpe und Klimakompressor an. Quietscht er oder zeigt Risse, ist der Wechsel fällig — eine vergleichsweise einfache, günstige Arbeit, die einen liegengebliebenen Wagen verhindert. Hier Symptome, Anleitung und Kosten.

Von Dr. Michael Berger, Senior Kfz-Techniker & Sachverständiger

Symptome und Verschleiß

Der Keilrippenriemen läuft über alle Nebenaggregate. Anzeichen für Verschleiß: Quietschen (besonders bei Nässe oder beim Kaltstart), sichtbare Risse oder ausgefranste Rippen, fehlende Gummistücke. Reißt der Riemen, fallen schlagartig Lichtmaschine (Batterie-Lampe), Servolenkung und bei vielen Autos die Wasserpumpe (Überhitzung) aus.

Wechsel und Riemenverlauf

Vor dem Ausbau unbedingt den Riemenverlauf fotografieren oder den Aufkleber im Motorraum nutzen — der Verlauf über die vielen Rollen ist leicht zu verwechseln. Mit einem Schlüssel die Spannrolle entlasten, alten Riemen abnehmen, neuen exakt nach Schema auflegen, Spannrolle zurücklassen. Bei Automatik-Spannern sitzt die Spannung von selbst; bei manuellen die Vorgabe einhalten.

Spannrolle gleich mitprüfen

Oft ist nicht der Riemen, sondern eine verschlissene Spann- oder Umlenkrolle die Quietsch-Ursache (mahlendes Lagergeräusch). Da der Riemen ohnehin ab ist, lohnt der Blick: Rollen müssen leise und ohne Spiel laufen. Material Riemen 15-40 €, Spannrolle 30-90 €, Arbeit 60-180 €.

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