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Anleitung · Auto

Bremsflüssigkeit wechseln: Intervall, Gründe und Kosten

Bremsflüssigkeit ist das vergessene Verschleißteil: Sie zieht Wasser, senkt damit ihren Siedepunkt und kann bei starker Bremsbelastung versagen. Der Wechsel alle zwei Jahre ist günstig und sicherheitsrelevant. Hier erfährst du, warum das Intervall keine Werkstatt-Abzocke ist.

Von Dr. Michael Berger, Senior Kfz-Techniker & Sachverständiger

Warum Bremsflüssigkeit altert

Bremsflüssigkeit ist hygroskopisch — sie zieht über Dichtungen und Belüftung Wasser aus der Luft. Mit jedem Prozent Wasser sinkt der Siedepunkt drastisch. Bei starker Bremsbelastung (Passabfahrt, Vollbremsung) kann die wasserhaltige Flüssigkeit dann verdampfen: Es bilden sich Dampfblasen, das Pedal geht durch — die Bremse versagt teilweise.

Intervall und DOT-Typen

Standard ist der Wechsel alle 2 Jahre, unabhängig von der Laufleistung. Die gängigen Typen DOT 4 und DOT 5.1 sind glykolbasiert und mischbar; DOT 5 (silikonbasiert) niemals mit den anderen mischen. Welcher Typ vorgeschrieben ist, steht am Deckel des Ausgleichsbehälters. Eine Wassergehalts-Messung (Werkstatt, wenige Euro) zeigt den Zustand objektiv.

Wechsel und Kosten

Beim Wechsel wird das System komplett entlüftet — an jedem Rad in der richtigen Reihenfolge (meist vom längsten zum kürzesten Bremsweg). Das braucht ein Entlüftungsgerät und Sorgfalt; für die meisten ist die Werkstatt der richtige Weg (40-90 €). DIY nur mit Erfahrung, da Luft im System die Bremse gefährlich macht.

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