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STB

Mechanischer Temperaturwächter, der die Heizung bei Übertemperatur (typisch 95-110 °C) zwangsabschaltet — manuell rücksetzbar.

Der STB ist die letzte Sicherheitsstufe gegen Überhitzung. Ein Kapillarrohr im Heizkessel überträgt die Temperatur auf einen mechanischen Auslöser. Bei Übersteigen der Grenztemperatur (meist 95 °C bei Brennwert, 110 °C bei Holzheizungen) schaltet er den Brenner stromlos. Wiedereinschalten nur manuell durch Drücken eines Knopfs am STB — Sicherheitskonzept gegen Folgeschäden.

Häufige Auslöser: Pumpe defekt → keine Zirkulation → Wasser steht im Kessel und kocht hoch. Luft im System nach Wartung. Sensorfühler defekt → ECU regelt Brenner nicht runter. Bei Holzheizungen: zu starke Drosselklappenstellung führt zu Glutaufkommen ohne Abnahme.

Reset: meist roter Knopf am STB-Gehäuse, oft hinter einer Plastikkappe versteckt. Vor dem Drücken: Kessel abkühlen lassen, Ursache klären. Wenn STB direkt wieder auslöst: nicht permanent Reset drücken — das Heizungssystem hat einen Fehler.

Wichtig: STB darf nicht ohne Ursachenklärung gebrückt werden (jeder Versuch ist Pfusch und gefährlich). Bei Defekt des STB selbst: nur passendes Ersatzteil mit gleicher Auslösetemperatur. Pflicht ist bei allen Wärmeerzeugern in Deutschland (DIN EN 14597).

Auch bekannt als

  • Sicherheitstemperaturbegrenzer
  • Sicherheitsthermostat

Beispiele

  • Vaillant Therme schaltet ständig auf STB: Heizungspumpe defekt, kein Durchfluss, Wasser kocht im Kessel.
  • Beim Holzkessel STB ausgelöst: Tür war undicht, zu viel Sauerstoff im Brennraum, Temperaturspitze.

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