Drehmomentschlüssel
Schlüssel, der nur bis zum vorgegebenen Drehmoment anzieht — Pflicht für Radschrauben, Zylinderkopf und Kurbelwelle.
Ein Drehmomentschlüssel klickt oder rastet aus, wenn das eingestellte Drehmoment erreicht ist. Damit verhindert man Über- und Unterdrehen — beides katastrophal: zu fest reißt die Schraube ab oder dehnt sie irreversibel, zu lose löst sich die Verbindung im Betrieb.
Bauformen: Knack-Drehmomentschlüssel (Standard, mechanisch, 20-200 Nm Bereich gängig), elektronischer Drehmomentschlüssel (mit Display, präziser, 200-500 €), Drehmoment-Vorsatz für Akkuschrauber (Nehmen-und-Geben). Für Auto sind 5-25 Nm (Sensoren, Plastik) und 80-180 Nm (Räder, Bremssattelschrauben) die häufigsten Bereiche.
Bedienung richtig: nach Gebrauch immer auf Mindestwert zurückdrehen, sonst leidet die Feder. Im 90°-Winkel zur Achse ziehen, nicht reißen. Vor heiklen Arbeiten kalibrieren lassen (alle 2-3 Jahre, ca. 30-50 €).
Goldene Regel beim Reifenwechsel: Radschrauben über Kreuz mit angegebenem Drehmoment (typisch 120 Nm bei PKW, BMW 140 Nm, manche SUV 180 Nm). Niemals mit Schlagschrauber + Verlängerung — auch wenn jeder Reifenservice das macht.
Auch bekannt als
- Torque Wrench
Beispiele
- Hella Radschraube anziehen: 120 Nm, über Kreuz, nach 50 km nachziehen.
- Zylinderkopfschraube am 1.4 TSI: 30 Nm Vorspannung, dann 90° + 90° Drehwinkel — Drehmomentschlüssel + Winkelmesser-Vorsatz.