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Anleitung · Solar & Photovoltaik

Solar-Wechselrichter zeigt Fehler: Ursachen und was du tun darfst

Wenn der Wechselrichter einer Photovoltaik-Anlage einen Fehler meldet, schaltet sich die Einspeisung ab — jede Stunde kostet Ertrag. Manche Fehler beheben sich selbst, andere sind ein Fall für den Fachbetrieb. Hier erfährst du, welche Codes harmlos sind und bei welchen du nicht selbst eingreifen darfst.

Von Felix Wilhelm, Editorial Lead & Founder

Die häufigsten Fehlergruppen

  • Netzfehler (z. B. SMA 301-307, Kostal 6006/6009, Fronius 452): Netzspannung oder -frequenz außerhalb der Norm — meist netzseitig, der Wechselrichter startet nach Normalisierung selbst neu
  • Isolationsfehler / Riso (Kostal Riso, Fronius 475): zu geringer Isolationswiderstand — oft Feuchtigkeit in Modulen oder Steckern
  • Übertemperatur (z. B. Kostal 5014): Wechselrichter zu heiß — Lüftung und Standort prüfen
  • Lichtbogen / AFCI (Huawei): Sicherheitsabschaltung wegen Lichtbogen — Brandgefahr

Was du selbst prüfen darfst

Auf der AC-Seite (Wohnungsseite) ist wenig zu tun außer: Anzeige/App ablesen, bei Netzfehlern den Selbst-Reset abwarten (oft Minuten), und den Wechselrichter freihalten (Lüftungsschlitze, Verschattung gegen Hitze). Bei Übertemperatur hilft oft schon eine bessere Belüftung des Aufstellorts.

Wann nur der Fachbetrieb darf

Bei Isolationsfehlern und besonders bei Lichtbogen-Fehlern (AFCI) niemals selbst auf der DC-Seite (Modulseite) arbeiten — hier liegen lebensgefährliche Gleichspannungen an, und ein Lichtbogen ist ein akutes Brandrisiko. Diese Fehler gehören sofort an den Installateur oder Solar-Fachbetrieb. Reparaturkosten je nach Ursache 200-800 €.

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