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Anleitung · Heizung

Heizung entlüften: Anleitung, Reihenfolge und wann der Druck nachmuss

Gluckert der Heizkörper oder wird er oben nicht warm, ist Luft im System. Entlüften dauert pro Heizkörper zwei Minuten, spart spürbar Energie und ist die häufigste DIY-Heizungsarbeit. Hier die richtige Reihenfolge — und warum du danach oft Wasser nachfüllen musst.

Von Andrea Schmid, Hausgeräte-Technikerin & Servicepartnerin

Woran du erkennst, dass Luft im System ist

Typische Zeichen: Der Heizkörper gluckert oder blubbert, wird unten warm aber oben kalt, oder heizt trotz aufgedrehtem Thermostat gar nicht. Luft sammelt sich oben im Heizkörper und blockiert die Wasserzirkulation — das kostet Wärme und Pumpenenergie.

Schritt für Schritt entlüften

1. Heizung kurz aufdrehen, dann die Umwälzpumpe abschalten (am Heizkessel) und 30-60 Minuten warten, damit sich die Luft oben sammelt. 2. Thermostatventil voll aufdrehen. 3. Mit Entlüftungsschlüssel das Ventil am oberen Heizkörper-Ende langsam öffnen, Gefäß und Lappen drunterhalten. 4. Zischen lassen, bis gleichmäßig Wasser ohne Blasen austritt — dann schließen. 5. Bei mehreren Heizkörpern von unten nach oben und vom Kessel weg arbeiten.

Danach: Anlagendruck prüfen

Durch das Entweichen der Luft sinkt der Druck. Am Manometer des Heizkessels sollten im kalten Zustand 1,0-2,0 bar stehen (bei Mehrfamilienhäusern oft mehr). Fällt der Druck unter 1,0 bar, schaltet die Therme ab und zeigt Codes wie Vaillant F.22/F.24 oder Buderus 3L. Dann über den Füllhahn (KFE-Hahn) langsam Wasser nachfüllen.

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