Widevine DRM
Software-DRM von Google für Streaming-Dienste — entscheidet, ob ein Gerät HD oder 4K abspielen darf.
Widevine ist Googles DRM-Lösung für Streaming. Drei Sicherheitsstufen: L3 (Software-DRM, max. 480p oder 540p), L2 (Software mit Hardware-Schlüssel, bis 720p/1080p), L1 (vollständig Hardware-isoliert in einer TEE — Trusted Execution Environment, alle Auflösungen bis 4K). Netflix, Disney+, Amazon Prime, HBO Max — alle nutzen Widevine als Voraussetzung für High-Resolution-Streaming.
Praktische Auswirkung: PCs mit Linux + Chrome haben oft nur Widevine L3 → Netflix max. 720p, egal was für ein Abo. Android-Geräte ohne L1-Zertifikat (viele Custom-ROMs, Generic-Tablets) → kein Full-HD. Auf manchen Android-Boxen ist Widevine nach Werk-Reset gelöscht — Netflix funktioniert nicht mehr.
Prüfen: auf Android per App 'DRM Info' oder auf PC per 'cdm-info' Tool. Falls L3: kein 4K von Streaming-Anbietern möglich, egal welche Hardware.
Wichtig: Widevine ist gerätegebunden, nicht userbezogen. Es schützt vor dem Abgreifen des Streams (z. B. mit Screen-Recordern, die bei DRM-Streams schwarzes Bild aufnehmen).
Auch bekannt als
- Widevine
- Google DRM
Beispiele
- Netflix auf Linux-PC nur 720p: Chrome hat nur Widevine L3 — Firefox oder Edge mit L1 testen.
- Generic Android-TV-Box ohne Widevine L1: Netflix-App startet, aber nur 480p — kein Workaround möglich.