Wärmepumpe
Heizungstechnik, die Wärme aus Luft, Erdreich oder Grundwasser entzieht und auf höhere Temperatur 'pumpt' — wie ein umgekehrter Kühlschrank.
Eine Wärmepumpe ist im Grunde ein Kühlschrank, nur andersrum: statt Wärme aus dem Innenraum nach außen zu transportieren, holt sie Wärme aus der Außenluft (oder dem Erdreich, dem Grundwasser) und gibt sie ins Heizsystem ab. Der Trick: Mit 1 kWh Strom lassen sich 3-5 kWh Wärme bereitstellen — entscheidend ist der **COP** (Coefficient of Performance).
Drei Hauptbauarten:
- **Luft-Wasser-Wärmepumpe**: günstiger, COP 3-4
- **Sole-Wasser-Wärmepumpe** (Erdwärme): teurer (Bohrung!), COP 4-5
- **Wasser-Wasser-Wärmepumpe** (Grundwasser): teurer, COP 5-6
Voraussetzung für effizienten Betrieb: niedrige Vorlauftemperaturen (idealerweise 35-45 °C). Bei alten Heizkörpern mit 65 °C Vorlauf wird die Wärmepumpe unwirtschaftlich — das spüren viele Hausbesitzer schmerzhaft an der Stromrechnung.
Auch bekannt als
- WP
- Heat Pump
Beispiele
- Eine Luft-Wärmepumpe mit JAZ 3,8 bei einem Strompreis von 0,30 €/kWh kostet 8 Cent pro kWh Wärme — Erdgas oft günstiger pro kWh, dafür höhere CO2-Kosten.
- Wer eine WP plant, sollte unbedingt vorher die Heizlast und die nötige Vorlauftemperatur berechnen lassen.