Vanguard Anti-Cheat
Kernel-Level Anti-Cheat von Riot Games (Valorant, League of Legends) — läuft beim Windows-Start mit Treiber-Rechten.
Vanguard ist Riots Anti-Cheat-Lösung. Im Unterschied zu klassischen Anti-Cheats wie EAC oder BattlEye läuft Vanguard nicht nur während des Spiels, sondern bereits beim Windows-Boot als Kernel-Modul (Ring 0). Damit kann es früh erkennen, ob Cheats geladen wurden, bevor das Spiel startet.
Vorteil aus Riots Sicht: deutlich höhere Erkennungsrate. Nachteil aus User-Sicht: ein Kernel-Treiber von einem Drittanbieter hat tiefe Systemrechte. Bei einem Sicherheitsproblem in Vanguard wäre theoretisch das ganze System verwundbar. Riot wurde wegen dem Treiber breit kritisiert.
Praxis: Vanguard läuft immer mit, auch wenn Valorant nicht offen ist (Tray-Icon, blendet aus). Manche Programme mögen das nicht — Verschlüsselungs-Tools, Virtual Machines, manche Antiviren melden Konflikte. Bei BSOD-Verdacht: erst Vanguard deinstallieren testen.
Bekannte Konflikte: VMware Workstation (bis Update 16.2), HWMonitor und ältere Versionen mancher RGB-Software (Corsair iCUE, Razer Synapse), Secure Boot muss aktiv sein (bei Valorant Pflicht seit 2023).
Deinstallation: über Windows Apps & Features 'Riot Vanguard' deinstallieren. Bei Valorant-Start wird er wieder mitinstalliert.
Auch bekannt als
- Riot Vanguard
Beispiele
- BSOD nach Vanguard-Update: ältere CPU-Generation, Secure Boot deaktiviert — Mainboard-BIOS aktualisieren oder Vanguard deinstallieren.
- VMware lässt sich nicht starten nach Valorant-Installation: Vanguard-Konflikt — Riot hat dafür einen Workaround dokumentiert.