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Relais

Elektromagnetischer Schalter, der mit kleinem Steuerstrom einen großen Laststrom schaltet — Schnittstelle zwischen Steuerelektronik und Verbraucher.

Relais sind Schaltbauelemente, in denen ein kleiner Steuerstrom (typisch 50-200 mA) eine Spule erregt — der entstehende Magnetismus zieht einen Kontakt zusammen, der dann einen viel größeren Laststrom (10-80 A) schaltet. Beispiel: das Lichtsteuergerät steuert mit wenig Strom ein Relais an, das Relais schaltet die 60 W der Scheinwerfer.

Klassische Stellen für Relais im Auto: Anlasser, Glühanlage, Lüftermotor, Klimakompressor, Kraftstoffpumpe, Heckscheibenheizung. In modernen Fahrzeugen werden viele Relais durch elektronische **MOSFET-Endstufen** in den Steuergeräten ersetzt.

Defekte Relais erkennt man an einem typischen „Klackern" beim Ansteuern (Kontakte oxidiert), an verschmorten Kontakten oder daran, dass sie nicht mehr abfallen (Kontakte verklebt). Tausch ist trivial — Relais aus der Halterung ziehen, neues einstecken. Kosten 5-20 €.

Auch bekannt als

  • Schaltrelais
  • Relay

Beispiele

  • Wenn der Anlasser nur 'klickt' aber nicht dreht: meist Anlasser-Relais oder verschmorte Kontakte.
  • Mehrfach-Schaltrelais (z.B. Comfort-Kombi-Relais bei VW) sind oft Hot-Spots — werden warm, altern schnell.

Verwandte Begriffe