fehlercode-suche.de

Pyrolyse vs. Hydrolyse

Zwei Selbstreinigungs-Verfahren bei Backöfen: Pyrolyse verbrennt Schmutz bei 500 °C, Hydrolyse löst ihn bei 70 °C mit Wasserdampf.

Pyrolyse: Backofen heizt auf 470-500 °C auf, organischer Schmutz verbrennt zu Asche, die man danach auswischt. Vorteile: extrem gründlich, Backofen wirklich sauber. Nachteile: hoher Stromverbrauch (3-5 kWh pro Reinigung), Tür muss verriegelbar sein (Sicherheit), benötigt extra Isolierung → Geräte teurer (700-1.500 €).

Hydrolyse / Aqualyse / Dampfreinigung: Backofen heizt auf 70-90 °C, in einem Tablett am Boden verdampft Wasser. Der Dampf weicht Schmutz auf, danach mit Tuch und Spülmittel abwischen. Vorteile: günstig (jeder Backofen kann das, oft 30 Minuten Programm), wenig Energieverbrauch. Nachteile: nur leichter bis mittlerer Schmutz, festgebrannter Bratenfond muss nachgewischt werden.

Geräte mit Pyrolyse haben außerdem typisch versteckte Heizspiralen unter Email-Glas — schmutz-abweisendere Innenflächen. Hydrolyse-Backöfen sind die meisten Standardgeräte heute.

Tipp: Pyrolyse-Programm 1-2× pro Jahr reicht. Häufiger ist Verschwendung. Bei normaler Verschmutzung lieber Hydrolyse + Tuch.

Auch bekannt als

  • Backofen-Selbstreinigung

Beispiele

  • Bosch Pyrolyse-Backofen: 2,5 Stunden Reinigungsprogramm, danach Backofen wie neu — Backblech aber selbst spülen.
  • Hydrolyse beim Siemens reicht für leichte Spritzer — bei hartnäckigem Bratenfond muss man trotzdem schrubben.

Verwandte Begriffe