Ionisationselektrode
Elektrode im Brennraum eines Gas-Heizgeräts, die durch elektrische Leitfähigkeit der Flamme erkennt, ob der Brenner ordnungsgemäß brennt.
Die Ionisationselektrode ist das wichtigste Sicherheitselement bei Gas-Brennwertgeräten. Sie steckt in der Flamme und nutzt deren Eigenschaft, elektrische Ströme zu leiten (Ionisationsstrom). Brennt die Flamme stabil, fließt ein Strom von einigen Mikroampere — bricht die Flamme ab, fällt der Strom auf null, die Gaszufuhr wird in unter einer Sekunde gesperrt.
Häufige Fehlerursachen:
- **Verkrustung der Elektrode** durch Verbrennungsrückstände
- **Abnutzung der Spitze** nach 5-10 Jahren Betrieb
- **Verstellung der Position** zur Flamme (sollte 8-15 mm in der Flammenmitte sitzen)
- **Defekte Verbindung** zur Steuerung (Kabel, Stecker)
Codes: Vaillant F.28/F.29, Viessmann F4, Buderus 6A, Wolf 04. Diagnose mit Multimeter im µA-Bereich. Reinigung mit Schmirgelleinen, Tausch einfach (15 Min).
Auch bekannt als
- Flammwächter-Elektrode
Beispiele
- Wenn die Heizung nach Reinigung sofort wieder läuft: Elektrode war verrußt, nicht defekt.
- Bei jährlicher Wartung sollte die Ionisationselektrode sichtgeprüft und ggf. ersetzt werden — 15 €-Bauteil.