fehlercode-suche.de

Druckkopf

Bauteil im Tintenstrahldrucker mit hunderten Mikrodüsen — verstopft als häufigste Defekt-Ursache bei Inkjet-Druckern.

Der Druckkopf eines Tintenstrahldruckers enthält pro Farbe 100-500 winzige Düsen, die jeweils Tintentropfen von wenigen Pikolitern auswerfen. Zwei Technologien: thermische Inkjet (HP, Canon — Tinte wird kurz erhitzt, dampft auf, schießt raus) und piezoelektrische (Epson, Brother — Piezo-Element drückt Tinte raus). Piezo gilt als langlebiger, weil die Tinte nicht erhitzt wird.

Probleme: einzelne Düsen verstopfen durch eingetrocknete Tinte (Pigment-Tinten besonders anfällig) → Streifen im Ausdruck. Dauer-Verstopfung → Reinigungs-Zyklen helfen nicht mehr → Druckkopf-Defekt oder Tausch.

Bei HP/Canon: Druckkopf oft Teil der Patrone (PG-Patronen bei Canon, HP 62/302) — bei Defekt einfach neue Patrone, fertig. Bei Epson/Brother: Druckkopf fest verbaut → bei Defekt teure Reparatur (oft 60-80 % vom Neugerätepreis) oder Manuelle Reinigung mit Cleaning Solution.

Manuelle Reinigung: Druckkopf ausbauen (bei Epson möglich), in destilliertem Wasser oder spezieller Reinigungsflüssigkeit baden, vorsichtig Tinte raussaugen mit Spritze. Manche schwören auf 70 % Isopropanol, andere warnen davor (kann Piezo-Element schädigen).

Auch bekannt als

  • Printhead
  • Tintendüse

Beispiele

  • Epson EcoTank nach 3 Monaten Nicht-Nutzung: Düsentest zeigt Streifen — 4× Standard-Reinigung, dann Power-Reinigung, danach läuft er wieder.
  • HP Officejet Pro: Druckkopf für 130 € separat austauschbar — bei Bedarf neu, statt teure Reparatur.

Verwandte Begriffe